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Das Alkibiades-Skoulas-Museum
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Die Perle des Dorfes
Anogia
ist ein kleines privates Museum, in dem die schönsten Objekte des Malers und Bildhauers Alkibiades Skoulas ausgestellt sind.
Im hohen Alter begann er, seine Lebenserinnerungen zu malen.
In naiv-einfachem Stil berichten seine Bilder vom Ende der türkischen Besatzung, vom Alltag der Menschen und von der leidvollen Geschichte des II. Weltkrieges.
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Die Kunde von Alkibiades Skoulas' Malereien und Skulpturen ist um die Welt gegangen.
Seine Arbeiten sind Ausdruck eines klaren, bodenständigen Geistes - keine Botschaften, kein erhobener Zeigefinger - er hat sein Leben gemalt, kretische Geschichte eingefangen, in Holz geschnitzte, in Stein gemeißelte Zeitzeugnisse geschaffen.
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Das bescheidene Museum hat Alkibiades Skoulas kurz vor seinem Lebensende gleichsam um sein künstlerisches Werk herum gebaut.
Es besitzt eine intime, familiäre Athmosphäre, die dem Besucher einen sehr persönlichen Zugang zu den Ausstellungsstücken ermöglicht.
Man kann förmlich hören, wie Alkibiades erzählt - in einer Sprache, die jeder versteht.
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In einer Vitrine am Eingang sind die Werkzeuge ausgestellt, mit denen die lebensnahen Kunstwerke geschaffen wurden.
Anfangs hatte Alkibiades Skoulas dieselben Farben verwendet, mit denen er sein Haus gestrichen hat.
Erst später kamen die "richtigen" Malfarben zum Einsatz.
Auch die einfachen Instrumente zur Stein- und Holzbearbeitung sind zu sehen - Dinge, die man in einem kretischen Bergdorf eben im Hause hat.
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Nach dem Tode des Vaters hat sein Sohn Georgios Skoulas die Betreuung des Museums übernommen.
Er ist Schäfer, mit der künstlerischen Ader seines Vaters.
Nachdem er sein Museum erklärt hat, bedankt er sich mit alten Volksliedern, zur Lyra gesungen, bei seinen Gästen.
Eine rührende, unvergessliche Geste kretischer Gastfreundschaft.
Deutlich spürt man die lebendig gebliebene Geschichte und die tiefere Bedeutung des Wortes o xénos, das im Griechischen sowohl Fremder als auch Gast bedeutet.
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Der Eintritt ins Museum ist natürlich frei, aber Georgios freut sich über freiwillige Spenden, mit denen er den Unterhalt des Museums finanziert.
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Alkibiades Skoulas
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Text: Ingo H. Dietrich und
Michael Dirksen
Fotos: Hermann Einemann und
Matthias Konopka
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Ich wollt' mich mal mit Gott treffen, wir zwei nur ganz allein,
in einer schmalen Gasse breit genug, um unsere Sehnsucht raus zu schrein
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Sonne, warum hast du's immer so eilig unterzugehn?
Ich bleibe hier im Dunkeln ohne etwas zu sehn
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Ich wollt' ich wär ein Trottel, der Bahnhof nur versteht,
der weder hört noch sieht und ewig auf dem Schlauche steht
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Oh Zahn der Zeit, du hast mich angegraut, doch meine Haltung nicht gebeugt,
denn die Erinnerung bleibt bei jenen Dingen, die unsre Liebe hat gezeugt
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Die Verrücktheit ist des Verrückten Trost,
ihm ist egal ob's donnert, blitzt und draußen tost
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Der Maßstab ist perfekt, und doch versagt er dann und wann,
weil er nicht die Tiefe des Schmerzes messen kann!
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Georgios Skoulas
Tel. 0030 28340 31593
(Griechisch)
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